Kompass Nierenkrebs
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Arztgespräch

Durch die Diagnose Nierenkrebs werden Patienten oftmals mit vielen Fachbegriffen und Entscheidungen konfrontiert. Ärzte möchten heutzutage gerne gemeinsam mit ihren Patienten Therapieentscheidungen treffen. Doch das ist nicht immer einfach und setzt voraus, dass der Patient ein ausreichendes Verständnis für seine Erkrankung aufbaut und auch an der Entscheidung beteiligt sein möchte.

Da hilft es, einen Arzt an der Seite zu haben, der Erfahrung mit der Behandlung von Nierenkrebs hat und verständliche Erläuterungen geben kann. Auch eine gute Vertrauensbasis ist wichtig, so kann der Patient ohne Scheu seine Wünsche und Bedenken äußern. Fehlt das nötige Vertrauen, kann es eventuell vorteilhaft sein, den Arzt zu wechseln.

Meist ist die Zeit beim Arzt knapp bemessen, daher ist es ratsam, sich gut auf das Gespräch vorzubereiten. Oftmals sind Patienten jedoch allein schon mit der Vorbereitung überfordert und wissen gar nicht, welche Fragen für Ihre Situation sinnvoll sind. Hier lohnt es sich, Kontakt mit einer Selbsthilfegruppe aufzunehmen und auf deren Erfahrungen aufzubauen. Diese wissen, dass es beispielsweise hilfreich ist, sich Fragen für das Arztgespräch zu notieren und die Antworten schriftlich festzuhalten.
Außerdem kann es sinnvoll sein, eine Vertrauensperson als Begleitung zum Arzttermin mitzunehmen.

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10 Tipps für das Arztgespräch

Die Vorbereitung

  1. Vereinbaren Sie einen Termin mit Ihrem Arzt, damit Sie in Ruhe Ihre Fragen stellen können.
  2. Notieren Sie sich alle Fragen, die für Sie wichtig sind und sortieren Sie diese dann nach Wichtigkeit. Nehmen Sie diese Notizen zum Arztgespräch mit.
  3. Nehmen Sie eine Vertrauensperson zu wichtigen Gesprächen mit Ihrem Arzt mit.

Die Durchführung

  1. Schreiben Sie sich die Antworten auf Ihre Fragen auf.
  2. Fragen Sie immer nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben und lassen Sie sich medizinische Fachausdrücke und Fremdwörter erklären.
  3. Bitten Sie Ihren Arzt, Ihnen die geplante Therapie (beispielsweise eine Operation), wenn möglich, bildlich darzustellen. Oftmals lassen sich so Zusammenhänge besser erkennen und verstehen.
  4. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich mehr Informationen von ihm wünschen.
  5. Bitten Sie um Bedenkzeit, wenn Sie Schwierigkeiten haben, eine Entscheidung für eine Untersuchung oder Behandlung zu treffen.
  6. Heutzutage möchten Ärzte gemeinsam mit dem Patienten eine Therapieentscheidung treffen. Dabei können Sie selbst bestimmen, wie sehr Sie sich bei der Therapieplanung einbringen wollen.
  7. Informieren Sie Ihren Arzt nicht nur über körperliche Beschwerden, sondern teilen Sie ihm auch Ihre Wünsche und Bedenken mit.

Weiterführende Informationen

Quellen
1
Modifiziert nach dem Fragenkatalog „Diagnose Nierenkrebs – stellen Sie Fragen“ der Patientenorganisation „Das Lebenshaus e.V.“
2
Modifiziert nach „Die blauen Ratgeber 42. Patienten und Ärzte als Partner – Antworten, Hilfen, Perspektiven“, Herausgeber: Deutsche Krebshilfe